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Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität
Die Bundesministerien der Finanzen (BMF) und der Justiz (BMJ) haben am 16.7.2026in einer gemeinsamen Presseerklärung den „Aktionsplan gegen Steuer- undFinanzkriminalität“ vorgestellt. Dahinter verbirgt sich ein Katalog von 26Maßnahmen mit der Absicht, durch verschiedene Gesetzesänderungen ab 2027 dievorhandene Steuer- und Finanzkriminalität zu reduzieren.Durch die geplanten Maßnahmen soll die Steuergerechtigkeit erhöht sowieEinnahmeverluste reduziert werden. Geplant ist, Ermittlungstätigkeiten besser zubündeln und zu vernetzen; organisierte Finanzkriminalität soll hierdurchhäufiger aufgedeckt werden. Es soll im Bereich schwerer SteuerkriminalitätTransparenz hergestellt und durch verbesserte Zusammenarbeit mit anderen LändernSteuerflucht weiter erschwert werden. Besonders hervorzuheben aus denvorgestellten Maßnahmen sind folgende: * Die auf 8 Jahre verkürzte Beleg-Aufbewahrungspflicht soll auf 15 Jahre verlängert werden. * Die strafbefreiende Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung soll in ihrer bisherigen Form abgeschafft werden. Mögliche Änderungen sind noch nicht bekannt. * Geplant ist eine digitale Umsatzsteuer-Echtzeitmeldung für Unternehmen anstatt der bisher nachgelagerten Umsatzsteuervoranmeldung. * Registrierkassen sind aktuell nicht verpflichtend. Vorgesehen ist, diese ab dem 1.1.2028 für Geschäfte mit Jahresumsätzen über 100.000 € einzuführen. * Das Zusammenführen von Steuerdaten durch Nutzung von KI und die Neuschaffung eines Datenanalysezentrums sollen einen behördenübergreifenden Datenabgleich und die Bearbeitung großer Datenmengen ermöglichen. Abweichungen von Rechnungs- und Umsatzsteuerdaten, Kontrollmitteilungen und anderen Finanzinformationen sollen Handlungsnotwendigkeiten leichter erkennen lassen.Damit soll der Weg von der überwiegend nachgelagerten Prüfung einzelnerSteuererklärungen und Betriebsprüfungen hin zu automatisierter,transaktionsbezogener Kontrolle unter Beachtung besondererRisiko-Wirtschaftsbereiche bereitet werden. Über entsprechendeGesetzgebungsverfahren wird an dieser Stelle in Zukunft berichtet.
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